Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hisst am Dienstag, dem 3. März 2026, um 09:00 Uhr die Fahne zum Equal Pay Day vor dem Rathaus am Alice-Salomon-Platz. Dieser Tag erinnert daran, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer. In Deutschland liegt der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern bei 16 Prozent. Rechnerisch arbeiten sie damit 58 Tage quasi umsonst, während die männlichen Kollegen schon ab dem ersten Tag des Jahres Gehalt erhalten. Diese Einkommenslücke besteht weltweit, wie die Zahlen jedes Jahr aufs Neue zeigen.
Unter dem Motto „Equal pay – every day“ verdeutlicht die diesjährige Kampagne, dass sich die Lohnunterschiede durch das gesamte Leben ziehen. Das beginnt bei der Berufswahl, geht über die Familiengründung und endet bei der Rente. Häufig verhindern starre gesellschaftliche Strukturen eine faire Bezahlung, was für die Betroffenen oft in der Altersarmut endet. In Ostdeutschland gibt es allerdings eine positive Feststellung: Hier arbeiten weibliche Beschäftigte seltener in Teilzeit und sind trotz Kindern öfter voll im Beruf.
Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic: „Chancengleichheit empfinde ich als eine Frage der Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Notwendigkeit für unseren Bezirk. Dass der Equal Pay Day in diesem Jahr bereits am 27. Februar stattfindet, sehe ich mit Freude. Im Vergleich zum 7. März des Vorjahres ist das ein Fortschritt. Diese Entwicklung zeigt zwar, dass sich die Lohnlücke schließt, doch sie endet erst dann dauerhaft, wenn wir immer wieder darauf hinweisen und die bisherigen Strukturen verändern.“
Weitere Informationen bietet die Internetseite der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamtes.
Herausgabe und Kontakt: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Telefon: (030) 90293-200