Was wird gemacht?
Rund 23.000 Quadratmeter Dach-, Hof- und Straßenflächen werden vom bestehenden Regenwasserkanal abgekoppelt. Pro Jahr kommt mit ca. 7.500 m³ die Füllmenge dreier olympischer Schwimmbecken zusammen. Das bedeutet: Regenwasser, das bisher über die Kanalisation in Richtung Wuhle abgeleitet wurde, soll künftig vor Ort genutzt werden. Es wird zunächst in einer neuen Vorreinigungsanlage behandelt und anschließend in den Beerenpfuhl eingeleitet. So kommt das Wasser dorthin zurück, wo es gebraucht wird. Am 24.08.2026 fand ein Informationsspaziergang der Berliner Wasserbetriebe statt.
Warum braucht der Beerenpfuhl Wasser?
Kleine Gewässer leiden besonders unter den Folgen des Klimawandels. Längere Trockenperioden und höhere Temperaturen führen dazu, dass sie immer häufiger und länger austrocknen.
Auch der Beerenpfuhl ist davon betroffen.
Mit der zusätzlichen Zufuhr von Regenwasser soll erreicht werden, dass der Beerenpfuhl zumindest zeitweise wieder Wasser führt. Damit können wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten und verbessert werden.
Davon profitieren unter anderem seltene Amphibien wie Moorfrosch, Knoblauchkröte und Kammmolch.
Warum müssen dafür Bäume gefällt werden?
Für die neue Vorreinigungsanlage wird Platz benötigt. Außerdem muss die Anlage später für Wartungs- und Pflegearbeiten erreichbar sein.
Deshalb lassen sich Baumfällungen an dieser Stelle leider nicht vollständig vermeiden. Die Fällarbeiten werden auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt.
Warum machen die Berliner Wasserbetriebe das?
Die Maßnahme ist Teil des ökologischen Ausgleichs für die Grundwasserförderung am Wasserwerk Kaulsdorf.
Die Grundwasserförderung stellt einen Eingriff in den Naturhaushalt dar, für den Ausgleichsmaßnahmen erforderlich sind. Nachdem ursprünglich geplante Maßnahmen nicht umgesetzt werden konnten, wurde gemeinsam mit den zuständigen Behörden die Regenwassereinleitung in den Beerenpfuhl als Ersatzmaßnahme festgelegt.
Wann geht es los?
Die Maßnahme befindet sich seit 2019 in der Planung.
Baubeginn: September 2026
Geplantes Ende: spätestens 3. Quartal 2027
Was bedeutet das für die Anwohnerinnen und Anwohner?
Während der Bauzeit kann es im Bereich der Baustelle zu Baulärm, Einschränkungen und Veränderungen bei der Zugänglichkeit kommen. Auch die notwendigen Baumfällarbeiten finden im Zuge der Bauvorbereitung statt.
Die Beeinträchtigungen sollen so gering und kurz wie möglich gehalten werden.
Nach Abschluss der Arbeiten soll vor allem eines bleiben: mehr Wasser für den Beerenpfuhl und bessere Bedingungen für die Natur.
Unser Ziel
Regenwasser vor Ort halten.
Den Beerenpfuhl stärken.
Lebensräume erhalten.
Bilder: Umwelt- und Naturschutzamt Marzahn-Hellersdorf (Titelbild), Berliner Wasserbetriebe