Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade

Rückblick: Kirschblütenfest auf der Hellersdorfer Promenade

Nicht nur in Japan ist "Hanami" eine gelebte Tradition. Auch auf der Hellersdorfer Promenade war im Rahmen des Kirschblütenfestes dieses Jahr vieles geboten.


Text/Bilder: Kiezredakteur

"Ihr solltet Glühwein anbieten", lautete scherzhaft der Kommentar einiger Gäste, die am Freitag zum Kirschblütenfest auf der Hellersdorfer Promenade gekommen waren. Mit einer Temperatur von vier Grad war es Mitte April in manchen Jahren schon wärmer.

Die Temperaturen sollten aber keinen Abbruch tun, um mitgebrachte echte Kirschblüten zu erleben und sich am Feuer mit Stockbrot und am Grill mit Bratwürsten zu erwärmen und zu stärken. Nicht wenig ins Schwitzen kamen die Kinder, die sich munter in der Hüpfburg verausgabten.

Rund um Osterbasteleien mit Eierfärben und Dekomaterialien ging es an den Ständen von MITTENDRIN leben e.V. und von die reha e.V. Am Stand des Quartiersmanagements Hellersdorfer Promenade konnten Kinder Kirschen ausmalen und dazu schreiben, was sie sich für den Stadtteil wünschen. Anschließend wurden die Gemälde in eine Galerie an einer Hängeschnur aufgenommen und die Zeichenkünste mit etwas Süßem, einem Malbuch und Buntstiften von "20 Jahre Soziale Stadt" belohnt.

An weiteren Ständen informierten das Netzwerk Ehrenamt der pad gGmbH und das MGH Buntes Haus über ihre Angebote und boten Möglichkeiten zum Mitmachen. Nachbar*innen hatten einen Tauschtisch organisiert, um Dinge nicht wegwerfen zu müssen, die andere gut gebrauchen können. Als Träger des Aktionsfonds im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie in Hellersdorf informierte die "Roter Baum" Berlin UG über die Möglichkeit, sich Klein- und Kleinstprojekte zur Verbesserung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens mit bis zu 600 Euro fördern zu lassen.

Passend zur japanischen Tradition der Kirschblütenfeste stellte das Haus Babylon vom Babel e.V. das Angebot des "Kamishibai" vor. In den 50er Jahren waren "Kamishibai"-Erzähler in Japan sehr populär: Sie tourten durch das Land und erzählten in Erzähltheatern anhand von Bildern Geschichten. Im Rahmen der Kinder- und Jugendpädagogik wurde dieses Verfahren in Deutschland wieder entdeckt. Unter anderem im Haus Babylon wird es seitdem regelmäßig angewendet. Ein wirklich aktionsreicher und unterhaltsamer Nachmittag.